Umwerfer

1. Begrenzung der Extrempositionen

Prüfen Sie zuerst die korrekte Position des Umwerfers. Das äußere Leitblech muß im oberen Bereich einen Abstand von 1-3 mm zu den Zahnspitzen des großen Kettenblattes aufweisen. Der Umwerfer muß zudem exakt parallel zu den Kettenblättern stehen. Überprüfen Sie dies mit einem Blick von oben.

Schlalten Sie vorn aufs kleinste, hinten aufs größte Zahnrad.

Wenn Sie Ihren Umwerfer von oben betrachten, sehen Sie zwei kleine Schrauben, die die Extrempostitionen begrenzen, d.h. festlegen, wie weit sich der Umwerfer maximal nach außen bzw. innen bewegen kann. Sind diese nicht korrekt eingestellt, laufen Sie Gefahr, dass die Kette beim Schalten in die extremen Gänge abspringt. Die Schrauben sind mit einem "H" und einem "L" beschriftet. "H" steht dabei für "High Speed", diese Schraube ist für die Begrenzung des Umerfers auf dem größten Kettenblatt zuständig. "L" steht für "Low Speed" und ist für die Begrenzung des Umwerfers auf dem kleinsten Kettenblatt zuständig. Meist sind die Schrauben wie auf diesen Abbildungen gezeigt angeordnet, bei manchen Umwerfern sind Sie auch vertauscht. Achten Sie also auf die Beschriftung der Schrauben.

Lösen Sie den Schaltzug vom Umwerfer. Mit der Schraube "L" (1) justieren Sie den Abstand des inneren Leitblechs zur Kette, die gerade noch berührungsfrei am Leitbech vorbeilaufen sollte. Überprüfen Sie, ob sich die Zugspannschraube am Schalthebel in beide Richtungen drehen läßt. Straffen Sie nun den Zug und klemmen Sie ihn wieder ein.

Schalten Sie vorn aufs größte und hinten aufs kleinste Zahnrad.

Die Schraube "H" (2) ist für den äußeren Anschlag des Zuges zuständig. Begrenzen Sie ihn so, dass die Kette auch hier geräuschfrei am äußeren Leitblech vorbeiläuft. Greifen Sie dann mit einer Hand den Zug, wo er frei am Rahmen Läuf (z.B. am Ober- oder Unterrohr) und ziehen Sie kräftig. (Bei Drehgriff- oder Daumenschalthebeln müssen diese festgehalten werden.) Dadurch wird der Zug vorgedehnt und die Außenhülle rutscht garantiert ganz in die Endkappen, so dass sich die Schaltung nicht mehr so leicht dejustiert.

2. Justage der Zugspannung

Abschließend kommt die Feineinstellung mit der Zugspannschraube am Schalthebel. Dazu schalten Sie vorn aufs mittlere Kettenblatt.

Schalten Sie den Umwerfer in alle Positionen durch. Ist der Wechsel von einem kleinen auf ein größeres Kettenblatt zögerlich, muß die Zugspannung erhöht werden. Drehen Sie dazu die Zugspannschraube am Schalthebel gegen den Uhrzeigersinn. Ist der Gangwechsel von einem großen auf ein kleineres Kettenblatt zögerlich, ist die Zugspannung zu hoch, drehen Sie dann die Zugspannschraube im Uhrzeigersinn. Funktionieren alle Gangwechsel problemlos, nur vom mittleren aufs kleinste Kettenblatt schaltet es nicht richtig flott, kann es sein, dass die Begrenzungsschraube "L" ein wenig heraus gedreht werden muß. Die Kette sollte nun idealer Weise vom mittleren Kettenblatt in allen hinteren Gängen laufen, ohne an einem der Leitbleche zu schleifen. Leider muß man aufgrund der schrägen Kettenlinien in extremen Gängen Kompromisse eingehen (insbesondere bei 9-fach Zahnkränzen hinten). Erfahrungsgemäß benötigt man die Variante öfter, bei der das größte Ritzel hinten berührungsfrei läuft. Schalten Sie hinten auf das oberste Ritzel (vorne auf das mittlere Kettenblatt) und variieren Sie die Zugspannung am linken Schalthebel so lange, bis die Kette am inneren Leitblech nicht mehr oder nur noch ganz leicht schleift.